Generation Data #6: KI-Souveränität - wenn aus der bequemen Cloud eine unbequeme Abhängigkeit wird

Shownotes

Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, doch bevor der erste Euro gespart ist, entstehen Setup-Kosten, Schulungsaufwand und neue Kontrollpflichten. Im Podcast "Generation Data" spricht Börsenradio-Host Peter Heinrich mit Thomas Kieselstein, Mitgründer und Senior Partner von Quoniam Asset Management, über die oft unterschätzte Rechnung hinter dem KI-Boom. Wer nur auf amerikanische Komplettlösungen setzt, macht sich abhängig von Anbietern, Rechenzentren und politischen Entscheidungen. Chinesische Open-Weight-Modelle sind weniger komfortabel, aber häufig günstiger, anpassbar und auf eigener Hardware betreibbar. Europa dagegen fehlt es nicht nur an konkurrenzfähigen Sprachmodellen, sondern auch an Rechenleistung und ausreichend verfügbarem Strom. Kieselsteins Rat: KI nicht mit dem Dampfhammer einführen, sondern gezielt dort, wo sie echten Mehrwert schafft. Auch für Anleger ist Vorsicht gefragt: Der KI-Boom sorgt für extreme Konzentrationen in Aktien und ETFs. Wo Algorithmen übertreiben, bekommt aktive, durchaus auch analoge Intelligenz wieder ihre Chance.

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00:00:01: Märkte sind laut, Daten sind präzise.

00:00:05: Willkommen bei Generation Data dem Podcast über systematisches Investieren und KI im Asset Management.

00:00:15: Herzlich willkommen bei Generation data dem podcast über künstliche Intelligenz und die Zukunft des Investierens.

00:00:23: in der vergangenen Folge haben wir gefragt prompt statt mensch kann KI den Form Manager ersetzen?

00:00:29: heute drehen wird die Perspektive um Was passiert, wenn die KI zwar leistungsfähig ist aber teuer schwer kontrollierbar oder politisch plötzlich nicht mehr verfügbar?

00:00:40: Denn künstliche Intelligenz ist ja nicht nur eine Frage der Intelligenze.

00:00:45: Sie ist auch eine Frage des Stromzählers, der Rechenzentren, der Regulierung und der Abhängigkeit von wenigen internationalen Anbietern.

00:00:53: wie souverän ist Europas KI?

00:00:55: Wie souveränt ist die europäische Landschaft, die Unternehmen wirklich?

00:01:01: Was bedeutet das speziell für Vermögensverwalter und Formmanager?

00:01:05: Darüber spreche ich jetzt mit Thomas Kieselstein, Mitgründer- und Seniorpartner von Chronium Asset Management.

00:01:11: Herr Kieslstein, herzlich willkommen!

00:01:12: Servus!

00:01:13: Danke schön!

00:01:14: Wir haben eine ganze Reihe einzuordnen heute immer.

00:01:17: die Frage ist wie souverän ist Europas KI?

00:01:21: fangen wir doch einfach erstmal mit den Kosten an.

00:01:25: erst die Euphorie Hurra, wir alle machen KI und dann kommt die Rechnung.

00:01:30: Über die Effizienzgewinne durch KI wird viel gesprochen.

00:01:33: Sie beginnt bewusst auf der anderen Seite der Rechnungen.

00:01:35: Was kostet KI ein Unternehmen eigentlich bevor sie dem ersten Euro einnehmen?

00:01:40: Ja, in der Tat scheint es gar nicht so teuer weil dann will ich die Anbieter sehr einfach machen um diese Systeme zu nutzen.

00:01:48: Das wird von den großen Anbieten sehr stark unterstützt über Tools wie beispielsweise Cloud Pro Work oder GitHub Copilot und auch Office Copilot.

00:01:57: Aber was Unternehmen sehr schnell unterschlagen, sind sehr hohe organisatorische Setup-Kosten.

00:02:03: Das Unternehmen muss sich überlegen welche Daten sollen überhaupt der KI anverbraut werden?

00:02:08: Wie soll diese Prozesse überwacht werden?

00:02:10: All das ist ein recht hoher organisatorischer Aufwand insbesondere natürlich im Finanzbereich wo wir eine besonders strengen Regulierung unterliegen wenn es dann auch um personenbezogene Daten geht und dann sind die Anforderungen nochmal viel höher.

00:02:24: Also das eine ist im Prinzip die Organisation unternehmen.

00:02:28: Das andere aber natürlich auch, dass die Anwender und die Nutzer im Unternehmen einen sehr intensiven Know-howaufbau bewerkstelligen müssen.

00:02:38: Sie müssen lernen wie nutzig die KI intelligent.

00:02:41: typische Fehler wären da, dass man eine Frage an die KI unvollständig spezifiziert, dass es nicht genügend Kontext gibt oder besonders gefährlich im Zug auf Überwachung, dass man Ergebnisse nur noch abnickt und im Prinzip gar nicht mehr überprüft.

00:02:59: Es sieht so einfach aus.

00:03:01: ich nehme KI und kann Kosten sparen aber die Nebenkosten sind dann doch auffallend, die man am Anfang nicht sofort zieht.

00:03:09: also ich habe das so verstanden Ich baue hier Personal Dann hab' ich Setup-Kosten Dann braucht jemand vielleicht sogar einen KI Führerschein.

00:03:16: Gibt's sowas eigentlich mittlerweile?

00:03:18: Indirekt natürlich schon in dem Sinne, dass die meisten Unternehmen darüber nachdenken welcher Nutzer dort eigentlich was können.

00:03:25: Und wenn man das vernünftig organisiert dann wird man natürlich schon intern Schulungen machen und wird auch die Mitarbeiter entsprechend sicherstellen, dass sie das können.

00:03:33: Im konkreten KI-Führerschein ist mir nicht bekannt aber vielleicht gibt es sowas der Tat auch im einen anderen Unternehmen auf.

00:03:39: Also KI erstellt Software Analysen Berichte schneller.

00:03:43: dafür muss anschließend gründlicher getestet werden kontrolliert dokumentiert werden.

00:03:47: wird der mensch dadurch immer weniger zum auton immer stärker zum aufseher der maschine?

00:03:52: naja auto bleibt natürlich schon weil er das problem oder dieaufgabe an die k i beschreibt.

00:03:58: ja in somfern ist er nach wie vor autor und sich würde es vielleicht so formulieren am Anfang ist der auffand da und am ende ist er da eine tatsächlichen erstellung des berichts.

00:04:07: da geht der aufwand massiv zurück.

00:04:10: Aber man darf natürlich nicht den Fehler machen, am Anfang die falsche Frage zu stellen und nachher das Ergebnis nicht zu korrigieren.

00:04:16: Wie messen Sie bei Quonium überhaupt?

00:04:18: Ob sich ein KI-Prozess lohnt durch eingesparte Arbeitszeit, weniger Fehler, bessere Entscheidungen, zusätzliches Alpha...

00:04:26: Ja in der Tat ist es gar nicht so einfach, weil man neigt natürlich dazu die zunächst eine Arbeitszeit ersparen ist.

00:04:32: Bei uns hat das sehr viel mit Software-Stellung oder Programmierung zu tun das erstmal als sehr positiv zu sehen.

00:04:39: aber in der Tats muss man den Zusatzaufwand der Ergebniskontrolle des Testens und so weiter mit berücksichtigen.

00:04:46: Dennoch würde ich sagen dass gerade für den Bereich der quantitativen Analyse.

00:04:51: Das ist nicht nur bei Finanzproblemen so, das ist natürlich durch die enorm vereinfachte Datenauswertung Softwarestellen und so weiter es doch sehr hohe Vorteile oder Potenziale sich ergeben.

00:05:03: Also KI ist ja quasi in irgendeiner Form auch Software as a Service?

00:05:07: Oder vielleicht doch Software as rechnungen.

00:05:10: neben Rechenzeiten Abonnements entstehen indirekte Kosten durch Nutzerverhalten Sicherheitsprüfungen und laufende Überwachung.

00:05:18: Wie findet man das aus?

00:05:19: Software-as-a-Service, schleichend Software ist Errechnung wird?

00:05:22: Absolut!

00:05:23: Das ist sicherlich ein massives Problem.

00:05:25: Wir hatten ja schon gesagt die großen Anbieter Open AI oder Entropic oder auch Microsoft bieten ja ein komplettes Ökosystem an.

00:05:33: also das heißt man hat nicht nur einen KI Modell sondern man hat auch die zur Verfügung gestellte Rechenleistungen die man abonniert und auch vermehrt Tools die die Workflows unterstützen sollen beispielsweise Co-Pilot in Office oder auch Claude Co-Work.

00:05:50: Das Ganze ist also ein super komfortabler Komplex Service und der hat jetzt das Problem, dass der gerade dabei ist exponentiell teurer zu werden.

00:06:00: Und zwar aus zwei Gründen.

00:06:01: zum einen werden die Modelle selbst immer besser aber auch immer teurer.

00:06:05: Also es besteht in Gefahr, dass die Unternehmen ein Modell einsetzen was viel zu schlau ist für das Problem was sie gerade lösen wollen und damit auch teuer ist.

00:06:14: Und zum anderen nimmt natürlich die Nutzung dramatisch zu, weil es ja gerade so bequem ist.

00:06:18: Also man hat gleich von zwei Seiten teurere Modelle und breitere Nutzungen exponentiell steigende Kosten bei diesem Komplettangebot der großen amerikanischen Anbieter.

00:06:30: Tasten wir uns da ein bisschen tiefer rein?

00:06:32: Die Anbiete, die Abhängigkeit... Dann kommen wir noch zur Geopolitik!

00:06:36: Man kauft ja nicht nur irgendwie einen Sprachmodell.

00:06:38: also viele Nutzer denken bei KI an Chatchi Bt Cloth, sie nachten von Co-Pilot.

00:06:44: Tatsächlich kaufen wir Unternehmen aber ein Gesamtpaket aus Sprachmodellen, also Rechenleistung, Speicher dann zunehmend auch die Agenten dazu bei KI.

00:06:52: Also die komplette Arbeitsabläufe übernehmen da natürlich auch KI-Agenten.

00:06:56: ist das inzwischen weniger ein einzelnes Werkzeug oder mehr ein komplexes mobiliertes digitales Büro allerdings mit einem ausländischen Vermieter?

00:07:05: Hier in der Tat, das ist das Geschäftsmodell wie wir schon diskutiert haben.

00:07:09: Der großen amerikanischen Anbieter also Microsoft oder OpenAI oder Entropic die möchten ihnen dieses Komplettpaket verkaufen aus Sprachmodell den Computern die das Ganze berechnen und den Agenten die diese Fähigkeiten koordinieren.

00:07:26: Grundsätzlich gibt es auch die Möglichkeit das separat einzukaufen.

00:07:30: Das ist genau der wenn sie so wollen geopolitische Gegenentwurf der Chinesen.

00:07:35: Die Chinesen erlauben Ihnen, Modelle einzeln zu beziehen und Sie können diese sogenannten Open-Wade-Modelle sogar unterladen und auf eigenen Rechnern betreiben.

00:07:48: Und weil sie open-wade sind, können Sie sie sogar anpassen!

00:07:51: Also da haben Sie eine Lösung.

00:07:53: die ist deutlich weniger komfortabel aber sehr viel flexibler und auch sehr viel günstiger in der Nutzung.

00:08:02: Was passiert wenn Politische Stecke gezogen?

00:08:06: Also wenn Washington oder Trump sagt, nie kommt er nicht rein.

00:08:10: Im Juni wurde der Zugang zu Claude Fabel V und Mythos V für ausländische Nutzer auf Anordnung der US-Regierung zeitweise ausgesetzt.

00:08:18: Anfang Juli wieder freigegeben.

00:08:20: War das für europäische Unternehmen den Moment in dem aus einem theoretischen Abhängigkeitsrisiko plötzlich ein sehr praktisches Worte?

00:08:27: Ja, das ist natürlich eingeschlagen wie eine Bombe.

00:08:29: Das hat niemand jemals für möglich gehalten, obwohl man sich es eigentlich an ein paar Fingern hätte abzählen können.

00:08:35: und das zeigt aus meiner Sicht wiederum wir können nicht alles auf eine Karte setzen.

00:08:39: Wir haben eine Abhängigkeit sei es entweder von den Amerikaner oder von den Chinesen weil europäische Modelle gibt es eigentlich nicht oder gibt es nur sehr beschränkt.

00:08:49: Aber zumindest sollten wir nicht alles auf eine Karte setzen.

00:08:52: Insofern kann man nur jedem Unternehmen raten, dass man sich auch damit beschäftigt eben andere Modelle zum Beispiel die chinesischen Modelle nutzen zu können das man die Fähigkeitsjahr zu benutzen.

00:09:03: Das halten muss ich mit dem Thema auseinandersetzen.

00:09:06: Was bedeutet es eigentlich, einen Open-Wade-Modell zum Beispiel zu hosten?

00:09:10: Auch dem eigenen Rechner oder auf einem gemietetem Rechler zu betreiben.

00:09:14: Dann hätte ich zumindest mal eine Unabhängigkeit was die Berechnung angeht dadurch dass sie auch meinem eigenen rechner betreibe.

00:09:23: Was natürlich auch Riesenvorteil bei Datenschutz hat weil ich die Daten dann besser kontrollieren kann.

00:09:28: aber warum sollte ich irgendwas den Chinesen anvertrauen?

00:09:31: ist das nicht so?

00:09:31: Ich habe die Abhängigkeit inzwischen Ich entscheide mich zwischen Cholera und Pest, sozusagen.

00:09:37: Weil wer sagt mir denn das chinesische Modell nicht doch irgendwelche Daten nach China schickt?

00:09:41: Das können Sie nur haufer ausgesetzt schon ein Stück weit kontrollieren weil sie können den Server ja isoliert betreiben.

00:09:47: also man kann das Technik natürlich schon abschotten.

00:09:50: was das Modell intern macht können Sie bei einem Open-Wade-Modell auch einen stückweit besser kontrollieren indem Sie das Modelle anpassen.

00:09:58: das können Sie beim amerikanischen Modell.

00:10:00: Aber letzten Endes, klar ist es schon ein Stück weit die Wahl zwischen Pest und Kollera.

00:10:04: Mein Argument ist nur ich habe mal zumindest zwei Alternativen ja und ich hab auch bei den Providern mehrere Alternatifen.

00:10:11: das erscheinen wir aus dem Grunde um besser als nur auf eine Karte zu setzen.

00:10:14: Aber steigt das extreme Kostenrisiko dann nicht noch höher an?

00:10:17: Ich brauche nicht nur einen Modell vielleicht sogar zwei und eine Alternative die auch doch im Keller steht aber es macht ja vielleicht auch Sinn mit eigenen Daten im eigenen Keller Surferraum zu arbeiten?

00:10:28: Ja, das ist natürlich im Grunde genommen auch Stand der Technik.

00:10:30: Der Unterschied ist nur dass sie bei den amerikanischen Providern sind.

00:10:35: Sie davon abhängig, dass der amerikanische Anbieter zusichert?

00:10:39: Das sei auf irgendwelchen europäischen Servern Gehosse die aber dem amerikanischem Anbieten gehören?

00:10:45: Wenn der jetzt durch die US-Administration dann doch gezwungen würde Daten freizugeben Dann ist es sicherlich ein Stück weit außer Kontrolle.

00:10:54: dagegen bei dem Gegenentwurf wo sie Tatsächlich auf ihren eigenen Rechnern arbeiten und zwar ein chinesisches Modell aber wirklich auch ihre eigenen kontrollierten Hardware betreiben, da ist zumindest dieses theoretische Risiko deutlich geringer.

00:11:08: Aber ich würde sagen der große Vorteil ist im Grunde genommen eher die Wirtschaftlichkeit.

00:11:12: also tatsächlich sind die chinesischen Modelle um Größenordnungen günstiger in Gesamtbetrieb als die amerikanischen Frontiermodellen.

00:11:20: klären sie uns dann noch mal bisschen auf.

00:11:22: es ist glaube ich durch richtige Zeitpunkt hier diesen Podcast mal ein bisschen An den Überblick von Ihnen zu bekommen Namen der Modelle, wer ist der Anbieter vor Nachteil und wichtig natürlich die Kosten.

00:11:33: Vielleicht können Sie uns da ein paar Namen nennen oder haben sie Beispiele vielleicht?

00:11:37: Ja absolut!

00:11:38: Also wenn man zunächst mal die Intelligenz der Modell betrachtet, man möchte ja auch Top-Leistung haben dann es ist eigentlich interessanter dass die chinesischen Modelle in der jüngeren Vergangenheit massiv aufgeholt haben also die besten chinesische Modelle Zum Beispiel von Moonshot, Chemica III oder von ZAI GLM-Five Punkt zwei.

00:11:59: Es gibt da Benchmark zu also zum Beispiel zwar seinen sogenannten Intelligence Index Da liegen die bei einem Wert von ungefähr zwischen Einen fünfzig und siebenundfünfzig Die allerbesten Frontiermodelle Also diese amerikanischen Closed Modelle.

00:12:13: Da wären wir bei Claude Fable oder eben vergleichbar GPT five Punkt sechs bei ungefähr sechzig.

00:12:20: Also das heißt, die chinesischen Modelle sind nur knapp hinter den amerikanischen Frontiermodellen.

00:12:26: Wenn wir uns jetzt die Kosten anschauen dann kann man aber sagen dass die schlausten chinesische Modelle also in dem Fall Chemica III mindestens fünfzig Prozent günstiger liegen als die besten amerikanisch.

00:12:39: und zum Beispiel das Modell von ZAI GLM fünfund zwei Das liegt mindestens achtzig prozent günstig bei nur unwesentlich geringerer Leistung.

00:12:49: Und das Interessante dabei ist, dass auch die Welt gemerkt hat.

00:12:53: Also wenn man sich den sogenannten Tokenverbrauch anschaut, token ist ja die Einheit, womit praktisch gemessen wird wie viel KI genutzt wird dann ist der Token verbraucht bei diesen Open-Wade Modellen mittlerweile höher als bei den amerikanischen Frontiermodellen.

00:13:10: Das ist also eine sehr aktuelle Entwicklung, die man im Grunde genommen vor einem Jahr noch gar nicht für möglich gehalten hätte.

00:13:16: Was kann Europa?

00:13:16: Ich höre immer nur USA und China.

00:13:19: Was kann denn Europa überhaupt, gibt es da nichts?

00:13:21: Ja das ist in der Tat leider so dass wir bei den Sprachmodellen selbst beim Kern der KI im Grunde genommen kaum kompetitiv sind.

00:13:29: Es gibt Mistral ein französisches Modell.

00:13:32: die europäischen Modelle die es gibt sind zumindest bei den Grenzanwendungen also wo es um sehr hohe Intelligenz geht im Grunden genommen nicht kompetitive.

00:13:41: Wo wir natürlich schon Zumindest versuchen können mitzuhalten ist bei den Daten, bei den Rechenzentren selber.

00:13:49: Also wo wird das Ganze tatsächlich ausgewertet?

00:13:52: Es gibt in Europa schon Rechencentren.

00:13:54: die werden auch weiter ausgebaut.

00:13:57: allerdings muss man sagen es ist auch da die Größenordnungen ja deutlich hinter den USA oder China liegen.

00:14:04: also aktuell ist es so dass Sowohl in den USA, wie in China circa vierzig Gigawatt installierte Kapazität bei Rechenzentren liegen.

00:14:15: In der gesamten EU liegen wir bald zwölf Zirka also ungefähr ein Drittel und in Deutschland nur bald drei.

00:14:21: Was vielleicht noch negativer ist das auch der Ausbau in Europa stockt.

00:14:26: Also während die USA Planen oder die neusten Schätzungen davon ausgehen dass die Kapazitäten im nächsten Jahrzehnt auf vier bis fünfhundert Prozent steigen wird, liegen die Hochrechnungen in Deutschland nur bei zweihundert-zweihundertfünfzig Prozent.

00:14:42: Also wir bauen nun nach halb so schnell aus wie die

00:14:45: Amerikaner.".

00:14:46: Die Frage ist warum?

00:14:47: Da würde ich gerne mal nachfragen.

00:14:48: Kann man nicht einfach ein normales Rechenzentrum KI beibringen also umrüsten mit den richtigen GPOs.

00:14:55: und dann hat man KI Rechencentrum?

00:14:57: Ist das so schwierig?

00:14:58: Es ist in der Tat sehr schwierig, insbesondere aufgrund des deutlich höheren Energieverbrauchs auch hier nochmal ein paar Zahlen zu nennen.

00:15:06: Das aktuell größte im baubefindliche Rechenzentrum NOSA ist eine geplanter installierte Kapazität von fünf Gigawatt.

00:15:15: also das heißt dass sind so viel wie fünf Atomkraftwerke wenn man so möchte.

00:15:19: Das Größte was in Deutschland gebaut wird von der Schwarzgruppe in Libenao in Brandenburg liegt bei Null, zwei Gigat.

00:15:27: Also ein Zwanzigste der Kapazität in den USA und mehr ist in Deutschland auch nicht möglich weil wir schlichtweg keinen Strom haben.

00:15:36: Es liegt gar nicht an der Stromrechnung sondern wir haben kein Strom?

00:15:39: In der Tat!

00:15:39: Wir haben keine Strom.

00:15:40: Wir haben im Prinzip wenig Möglichkeiten diese Stromherzeugungen in kürzerer Zeit hochzufahren.

00:15:47: Auch da sind insbesondere China und auch die USA deutlich schnell.

00:15:51: Es gibt doch in den USA natürlich Diskussionen darüber, dass auch die Kosten für den Strom steigen aber dennoch kann man sagen das im Ausbau der Strom- und Säugenspaketität diese beiden Nationen dramatisch weit vorne liegen.

00:16:03: Schon verrückt!

00:16:04: Und dann kommt wahrscheinlich noch ein bisschen Bürokratie dazu wenn ein Rechenzentrum in den USA einen Monaten entsteht und Europa dafür Jahre benötigt.

00:16:11: ist die Technik bei der Öffnung möglich schon wieder eine Generation, eine Generation Data weiter sozusagen.

00:16:17: Ja definitiv und wie gesagt wir sollten bei der Rechnung China nicht vergessen.

00:16:21: da sind die Restriktionen natürlich nochmal deutlich geringer.

00:16:24: also in China gelingt diese Aufbau noch mal deutlich schneller als in den USA.

00:16:28: Was heißt das jetzt?

00:16:29: In der Konsequenz was sollten europäische Unternehmen tun?

00:16:32: Im Grunde genommen kann man natürlich nur versuchen das Wester aus allen Welten zusammenzufügen und seine Nische zu suchen.

00:16:40: Wir sollten uns konzentrieren auf den Mehrwert aus KI.

00:16:43: Also wir sollten nicht flächendeckend mit dem Dampfhammer KI einführen, sondern sie da nutzen wo sie uns auch wirklich Mehrwert bietet.

00:16:51: Wir sollten unsere Nischen suchen die vielleicht andere noch nicht besetzt haben ein Beispiel wäre hier Black Forest KI die im Grunde genommen Basismodelle nehmen und auf spezifische Probleme anpassen.

00:17:03: Das heißt also den Mehrwert in der Anwendung suchen als etwas neu zu erfinden, wobei im Prinzip sowieso nicht konkurrenzfähig sind.

00:17:11: Okay was heißt das Ganze jetzt für die For-Weld?

00:17:15: Welche Auswirkungen hat das ganze jetzt für Aktienkonzepte?

00:17:20: und wir brauchen ja gar nicht über Weltvalue ETFs sprechen!

00:17:23: Also was bedeutet es jetzt für Sie zum Beispiel als For-Anbieter?

00:17:26: Ja wir haben in der Tat eine natürlich massive Verwerfung an den Kapitalmärkten gesehen dadurch dass einzelne Aktien massiv profitieren von diesem Boom.

00:17:36: Der Witz ist ja, dass die Sprachmodellanbieter selber noch gar nicht gelistet sind an der Börse.

00:17:41: da ist die Rede davon das es IPOs geben wird.

00:17:43: Das wird sehr spannend werden.

00:17:45: Bei den gelisteten Aktien haben wir einen normalen Wechsel gesehen.

00:17:49: Am Anfang waren ja die Hersteller der KI Chips selbst also insbesondere in Video teilweise auch AMD Qualcomm Die Profiteure.

00:17:58: in jüngerer Vergangenheit waren es eigentlich eher klassische Halbleiter-Aktien, die also diese Speicherchips, Roundchips herstellen.

00:18:06: Da sind Namen die Mikron aus den USA, SK Heinecks im Korea oder Samsung in Korea.

00:18:11: Die haben wahnsinnige Performance hingelegt teilweise über tausend Prozent.

00:18:15: und das Interessante ist jetzt... Sie hatten's schon erwähnt wenn man sich so Vorkonzepte wie Value anschaut.

00:18:21: Value ist ja eigentlich ein Konzept was so Anti-Blasel ist.

00:18:25: Also ein Valueform würde man eigentlich erwarten, dass der solche Aktien die tierisch nach oben geschossen sind, das er nicht hat oder weniger hat.

00:18:34: und da ist jetzt eigentlich das Interessante, dass es insbesondere ETFs gibt, die aufgrund einer ja mehrere Zufälle in der Konstruktion dieses ETF bis zu vierzig Prozent in ein zwei Gramm Aktien hatten.

00:18:47: und das ist natürlich für einen angeblich breit diversifizierten ETF dann doch schon ein, ja ungewöhnliches Ergebnis können wir sagen.

00:18:56: Zusammenfassend würde ich sagen dass diese Konzentration in Indices oder auch in ETFs das sicherlich auch wieder Chancen für aktives Management eröffnet weil wir dort eben teilweise auch Übertreibungen gesehen haben.

00:19:08: Also echte AI-Analogeintelligenz dann wieder

00:19:12: Naja rein analog vielleicht nicht, also ich glaube AI oder Datenverarbeitung das gehört heute zum Alltag von Formmanagern sicherlich bei systematischen Manager mehr als bei fundamentalen Managern.

00:19:24: Aber in der Tat ist es auch immer wichtig Daten und Modelle zu interpretieren.

00:19:29: Nicht nur sonst gibt's den schönen Spruch Garbage in Garbage Out.

00:19:32: Thomas Kieselstein Mitgründe und Senior Partner bei Quonium Asset Management vielen Dank für das Gespräch.

00:19:38: Ihr Erkenntnis dieser Folge KI-Souveränität bedeutet nicht zwangsläufig jedes Modell und jeden Chip selbst zu entwickeln, aber europäische Unternehmen sollten ihre Daten kontrollieren.

00:19:48: Alternativen vorbereiten und den Anbieter wechseln können bevor aus der bequemen Cloud eine ziemlich unbequeme Abhängigkeit wird.

00:19:56: Herr Kieselstein ich danke Ihnen!

00:19:58: Danke Ihnen und dem ich auch so zu.

00:20:06: Das war Generation Data von Quonium Asset Management.

00:20:10: Abonnieren Sie uns und bleiben sie datenbasiert.

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