Prompt statt Mensch? Kann KI den Fondsmanager ersetzen?

Shownotes

Generation Data-Podcast: Kann KI den Fondsmanager ersetzen? Thomas Kieselstein, Co-Founder und Senior Partner bei Quoniam, sieht das nüchtern: Der Mensch verschwindet nicht, aber sein Job verändert sich massiv. KI liest Geschäftsberichte, fasst Research zusammen, wertet Daten aus, schreibt Software und sortiert Investmentideen vor. Der große Hebel liegt dabei nicht automatisch in mehr Rendite, sondern im sogenannten Operational Alpha: bessere Prozesse, schnellere Analysen und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Entscheidungen. Denn Kapitalmärkte bleiben extrem schwer prognostizierbar. Ob DAX, VW-Aktie oder Jahresendziel: Auch KI schlägt den Zufall nicht einfach aus dem Stand. Spannend wird es dort, wo KI den Arbeitsalltag verändert. Aus dem Fondsmanager wird weniger ein Datensammler, mehr ein Entscheider, Kontrolleur und Übersetzer. Gleichzeitig entstehen neue Risiken: mehr Rauschen, KI-polierte Geschäftsberichte, wegfallende Junior-Aufgaben und die offene Frage, wo künftig Erfahrung herkommt. Die Botschaft: Der Prompt ersetzt nicht die Verantwortung. Wer KI klug nutzt, arbeitet mit Rückenwind. Wer sie ignoriert, fährt irgendwann mit Handbremse.

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00:00:01: Märkte sind laut, Daten sind präzise.

00:00:05: Willkommen bei Generation Data dem Podcast über systematisches Investieren und KI im Asset Management.

00:00:15: Kann KI den Form Manager ersetzen?

00:00:19: Ja nein vielleicht naja aber sie verändern doch den Job radikal.

00:00:24: Wo nimmt KI die Menschen schon heute Arbeit ab und wo bleibt der Mensch unverzichtbar?

00:00:29: willkommen zu einer neuen Folge von Generation Data.

00:00:32: in den vergangenen Folgen haben wir uns ja darüber Gedanken gemacht, wie aus Daten Signale werden können.

00:00:37: Also etwa aus Nachrichten, Texten, Stimmungen am Markt.

00:00:42: Heute drehen wir die Frage weiter wenn KI-Daten liest, Modelle baut, Research auswertet und vielleicht sogar andere KI Systeme kontrolliert?

00:00:50: Was bleibt dann eigentlich noch für den Menschen im Asset Management?

00:00:54: oder provokant gefragt braucht man künftig noch einen Form Manager oder reicht ein guter Promt?

00:01:00: Darüber bespreche ich jetzt mit Thomas Kieselstein, Co-Founder und Seniorpartner von Konium.

00:01:04: Er beschäftigt sich... ...mit der künstlichen Intelligenz nicht nur erst seit Chatshipiti sondern seit den... ...Ninzehnhundertneunzigerjahren.

00:01:12: Und genau deshalb wollen wir ein bisschen Realität in die KI Euphorie bringen.

00:01:16: Wo hilft KI wirklich?

00:01:17: Wo wird sie überschätzt?

00:01:18: Und warum wird der Mensch zwar nicht ersetzt aber ziemlich sicher anders arbeiten müssen?

00:01:23: Hallo Herr Kieslstein!

00:01:24: Servus

00:01:26: Ein schönen guten Tag

00:01:27: Aus dem Börsenradestöte grüßt Peter Heinrich.

00:01:31: Herr Kieselstein, ganz provokant gefragt!

00:01:33: Wenn die KI-List-Modelle schreibt Anlageideen vorsortiert, braucht man dann künftig überhaupt noch Form Manager oder nur noch einen guten Promt?

00:01:42: Nun ich denke immer wird auf jeden Fall noch ein Form Manager brauchen wir leider schon deshalb weil irgendjemand ja ultimativ verantwortlich sein muss für die Anlageentscheidungen.

00:01:54: Und das ist ein bisschen ähnlich wie beim Autofahren, da ist man zwar so langsam dabei dass vielleicht die ultimative Entscheidung doch von der KI übernommen werden kann.

00:02:03: Aber bei Anlageentscheidungen ist die Unsicherheit schlichtweg sehr viel größer und damit eben auch bis sehr viel schwieriger komplett zu delegieren.

00:02:14: Da unterscheidet sich das Problem im Grunde genommen gar nicht so viel zwischen dem Menschen den Papoliemenscher in Anlage-Entscheidung trifft.

00:02:21: Das ist eben so, dass sowas wie eine Prognose wo steht der DAX am Jahresende mit unglaublicher Unsicherheit behaftet ist und deswegen es eben auch sehr schwierig ist das zu delegieren.

00:02:35: Also nicht vorm Manager raus sondern eher vorm manager vielleicht neu oder anders gedacht.

00:02:41: Kommen wir mal zu Ihnen ein bisschen.

00:02:42: Sie sind der Co-Founder und Senior Partner von Cognum und beschäftigen sich schon sehr lange mit KI.

00:02:48: Was hat sich denn durch die neuen Sprachmodelle eigentlich wirklich verändert?

00:02:51: Ist das eine neue Qualität oder nur ein neues Etikett auf alten Methoden?

00:02:55: Und zunächst lässt ich ein technisch sagen, dass die neuren Modelle, die Sprachmodelle grundsätzlich auf ähnlichen Technologien und Grundlagen beruhen.

00:03:02: Das aber natürlich die Anwendung – das ist das eigentlich Neue – die Vielfalt der Anwendungen sehr viel größer geworden ist.

00:03:09: Früher waren KI-Methoden sehr speziell oder sehr spezifisch angepasst auf ein spezielles Problem wie zum Beispiel Mustererkennung.

00:03:18: Heute können sie mit den Sprachmodellen relativ viel machen, nur wie schon erwähnt gerade bei dem Thema Prognose eines Aktienkurses oder Prognos vom DAX.

00:03:29: da bleibt es nach wie vor sehr schwierig und da hilft die KI eigentlich gar nicht soviel.

00:03:34: Gehen wir vielleicht nochmal ein.

00:03:35: KI ist ja mittlerweile in Basz wird.

00:03:37: KI is ja irgendwie überall drin.

00:03:39: KI klebt inzwischen fast... Ja, wie früher das Biosiegel.

00:03:43: Es kippt überall drauf in der Software im Auto, im Kühlschrank, im Fahrstuhl und wahrscheinlich bald auf jedem Joghurtdeckel.

00:03:50: Aber für uns heute ist ja die entscheidende Frage Ist dem Asset Management wirklich Intelligenz drin oder manchmal nur Marketing mit Neuronalers Sahnehaube?

00:03:59: Natürlich ist es schon so dass Asset management oder kann auch sagen die Analyse von Kapitalen lag im Grunde genommen Informationsverarbeitung ist.

00:04:07: Also man hat eine ganze Menge von Inputs, können Geschäftsberichte sein, können auch makroökonomische Analysen sein und was der Portfolio Manager macht ist dass er diese Information auswertet und dann Anlageentscheidungen trifft.

00:04:19: bei dem Thema Auswertung da kann die KI natürlich sehr stark unterstützen.

00:04:24: Die KI kann diese Geschäftsbereiche lesen sie kann die zusammenfassen Sie kann auch hat man schon erwähnt Signale daraus generieren nur diese ganzen Informationen dann ultimativ in die Anlage Entscheidungen zu übersetzen.

00:04:36: Das bleibt nach wie vor eine große Herausforderung, es können sich komplett neue Rahmenbedingungen ergeben haben, denken wir noch mal an sowas wie Kriege oder auch Zollpolitik – neuerdings sehr den Mode.

00:04:48: Das sind dann Rahmenbedinger, die die KI aus der Vergangenheit nicht kennt wo sie keine Trainingsdaten zu hat und dementsprechend auch nicht unbedingt gute Entscheidungen trifft?

00:04:59: Ja oder wenn Donald Trump morgens aufsteht und seine Meinung endet ja das kann man sich gut vorstellen!

00:05:03: Also früher hat KI ihre gerechnet, heute arbeitet sie mit.

00:05:07: Kommen wir mal zu den KI-Feldern im Asset Management.

00:05:11: Lass uns das mal einsortieren.

00:05:12: also wo wird KI im asset management überhaupt eingesetzt?

00:05:15: Geht es um Signale, Prognosen, Prozesse?

00:05:17: Richtig!

00:05:18: Da gibt's natürlich eine riesige Palette aber ich würde sagen die größte Mehrwertletztin ist in der Tat bei den Workflows.

00:05:27: Das heißt insbesondere auch bei der Informationsanalyse müssen sich das so vorstellen dass Asset Management im Grunde genommen, wenn man jetzt mal klassische Form Manager nimmt.

00:05:38: Ein fürchterlich manueller Prozess ist.

00:05:40: also man hat Tausende von Informationsquellen Texten teilweise auch Video teilweise Audio und früher hat man die schlichtweg gelesen.

00:05:48: das war natürlich ein arbeitszeitiger Prozess.

00:05:50: Man hat Analysten gehabt Die haben das ausgewertet Verarbeiteten haben dann den Portfoli-Manager die Zusammenfassung gemacht.

00:05:56: all das kann man sehr stark automatisieren.

00:05:59: Also deswegen hat man vermutlich bald ein Workflow, wo der Portfoli-Manager sowas hat wie ein KI-Assistenten, der ihm diese ganzen Informationen aufbreitet und zusammenfasst.

00:06:12: Und ähnlich ist das bei quantitativen Managern auch – da hat man früher im Grunde genommen viel selber programmiert, also man hat Software geschrieben um Daten auszuwerten.

00:06:24: und gerade diese Erstellung von Software, die lässt sich heute schon sehr stark automatisieren.

00:06:30: Das heißt, wenn Sie wollen quantitative Analyst spart unglaublich viel Zeit weil er weniger programmieren muss.

00:06:37: Das kann man sogar ziffern ungefähr bei ca.

00:06:40: seventy bis ninety Prozent je nach Anwendungsfall kann er an Programmierarbeit einsparen und diese Zeit hat er dann natürlich um viel mehr Investment-Ideen sich anzuschauen.

00:06:51: Insofern wird also die Anzahl der Opportunities oder der Investment Ideen sehr viel größer werden.

00:06:59: Also KI das Ohr am Markt.

00:07:01: quasi gibt es vielleicht eine Fehlwahrnehmung, dass man sagt KI macht dann automatisch Outperformance.

00:07:09: Man viel höherer denkt vermutlich wenn die KI mehr Daten schneller verarbeitet müsste auch automatisch mehr Rendite rauskommen.

00:07:16: ist das richtig?

00:07:16: Ist das ein Denkfehler?

00:07:17: wo geht's hin?

00:07:18: Ich glaube der entscheidende Denkfehler ist dass das natürlich grundsätzlich alle machen können.

00:07:23: also wir haben hier eine sehr kompetitive Industrie.

00:07:26: wenn einer neue Technologie verfügbar ist dann wird diese neue Technologie natürlich auch sehr bald von vielen adaptiert werden und von vielen eingesetzt werden.

00:07:35: Insofern ja die Informationsverarbeitung wird effizienter, aber dadurch dass viele andere das machen ist dieser Vorteil auch schnell wieder weg.

00:07:44: Letzten Endes muss man also im Wettbewerb immer schauen, dass man so ein Tick schneller und cleverer ist als der Rest um damit dann schlichtweg an mehr Welt erzeugen zu können.

00:07:54: Okay, also Schnelligkeit ist wichtig?

00:07:55: Ich würde sagen Dinge wie technologisches Know-how mit der Technologie gut umlehnen zu können.

00:08:01: Das ist ja doch eine neue Technologie, und je nachdem wie man sie benutzt kommt eben eher sinnvolle Outputs raus oder eben auch Unsinn raus.

00:08:09: Ja also kann man sagen KI an der Börse, naja nicht der große Zauberstab, nicht die Glaskugel mehr.

00:08:16: so eine Art Taschenlampisse leuchtet Dinge aus findet aber nicht Magischützschatz.

00:08:22: Ich würde sagen es ist bei Bei der Analyse von Kapitalmärkten schlichtweg eher eine Evolution statt einer Revolution, was jetzt sagen wir mal die Kapitalmarkte insgesamt angeht.

00:08:32: Ich würde aber schon sagen es ist eine Revolution was den Arbeitsalltag der Portfoli-Manager angeht und der Analysten angeht weil er eben in der Vergangenheit sehr klein teilig war also schlichtwig viele manuelle Prozesse und das wird sich doch sehr radikal ändern.

00:08:51: Sie sprachen ja vorhin auch den DAX an oder eine VW.

00:08:55: Aber erklärt, warum es eigentlich nicht möglich ist die Frage zu beantworten wo steht der DAX und eine Vw am Jahresende?

00:09:01: Immer in der Menschschaft sehr auch nicht!

00:09:03: In anderen Bereichen funktionierten Prognosen ja auch nicht besser.

00:09:06: jetzt ist wirklich die Frage Wo ist der eigentliche Hebel?

00:09:09: also wo ist das Alpha?

00:09:11: Das klingt nach einem wichtigen Begriff.

00:09:13: Was meinen sie mit operationalen Alpha?

00:09:17: Alpha Ist ja nicht aus der Aktie heraus zu generieren, also sondern eher aus den besseren Arbeitsprozessen?

00:09:25: Absolut.

00:09:25: Wenn man so einen Begriff wie Operational Alpha sich vorstellt dann ist es in der Tat der effizientere Prozess dass ich eben wenn ich KI intelligent nutze und auch entsprechendes Know-how habe das ich zum Beispiel mehr Daten analysieren kann, dass sie schneller analysieren können, dass ich mehr Investmentideen verfolgen kann da sich mich stärker beispielsweise auf Unvorhergesehenes oder auf neuere Entwicklungen fokussiere.

00:09:52: Also auch eben entscheide, wann sollte ich die bestehenden Prozesse nutzen?

00:09:56: Wann muss ich sie vielleicht eher vorsichtiger fahren?

00:09:59: Das wären alles Aspekte, die wir unter dem Begriff Operational Alpha zusammenfassen würden also schlichtweg den Arbeitsalltag anders gestalten.

00:10:07: Ja zwar mal bisher technisch aber es haben so einen schönen Begriff gebracht.

00:10:11: da würde ich gerne mal tiefer einsteigen.

00:10:12: wie sieht denn so'n Alltag aus?

00:10:14: So'n Quant-Alltag könnte man's nennen?

00:10:17: Also wir hatten ja im Vorfeld schon mal uns unterhalten, nämlich das Thema so ein bisschen Verstehe.

00:10:21: Ist es quasi eine Softwarefirma mittlerweile im Form Manager Mantel?

00:10:27: Also quantitativ ist Asset Management ein Stück weit eigentlich eine IT-Firma, eine Company.

00:10:33: also ich muss Form Manager sein und muss gleichzeitig gut prompten können.

00:10:37: oder wie sieht denn so einen Alltag aus?

00:10:40: Ja man kann eigentlich schon sagen dass Quantitative oder Systematische Asset Manager Historisch gesehen, ihren Großteil ihres Alltags mit Programmieren zu gebracht haben.

00:10:50: Ja vielleicht jetzt nicht gerade hundert Prozent aber sicherlich mehr als die Hälfte und wenn eben dieses Programmieren durch KI sehr viel einfacher wird also schlicht und grundsätzlich wird das Programmieren von Prompten ersetzt und dieses Promten ist aber eben sehr viel schneller als die Software selber zu schreiben und damit hat dann der quantitative Portfolio-Mensch und man löst sehr viel mehr Zeit sich zu überlegen was er denn eigentlich anschauen möchte.

00:11:14: Insofern verschiebt sich das Ganze, wenn Sie so wollen in Tätigkeiten gehen, höheren Mehrwert generieren grundsätzlich gegenüber Tätigkeiten die eher operativ oder prozessual sind.

00:11:27: Ja was mir jetzt bei dieser Sache noch einfällt diese Investmentideen, die sie angesprochen haben ist denn mehr automatisch besser?

00:11:35: Also KI macht das Koden schneller.

00:11:38: ich habe plötzlich mehr Investment Ideen die ich testen kann Also auch gefährlich, also wenn ich plötzlich tausend Ideen prüfen muss wird es doch schwieriger.

00:11:46: Also KI öffnet zwar mehr Tören aber der Mensch muss doch immer noch wissen durch welche Tür gehen soll?

00:11:51: Ja absolut das wird eben die wichtigste Funktion werden diese hunderttausenden Möglichkeiten Ideen einzuordnen und sich eben auf diejenigen zu fokussieren die tatsächlich einen Mehrwert bringen.

00:12:03: Wenn sie die alle verfolgen dann haben Sie natürlich letzten Endes Rosa rauschen.

00:12:07: Das kommt ganz klar darauf an Prioritäten zu setzen und auch Methoden dafür zu entwickeln, welche Ideen verfolge ich?

00:12:14: Welche lasse ich lieber sein.

00:12:16: Das finde ich spannend!

00:12:17: Sie hat mir im Vorgespräch diese Idee des Parkplatzes erzählt dass man Daten eines Parkplatzs analysiert mit Bildern und das klingt eigentlich am Anfang sehr gut aber letztendlich kann ich doch keine richtigen Daten daraus lesen.

00:12:29: oder wie ist das mit dem Parkplatz Beispiel?

00:12:32: Ja, man kann daraus schon einen Schluss vorgehen ziehen.

00:12:33: Nur ist in dem Beispiel also es wird gemacht zum Beispiel für Retail.

00:12:37: Also wenn jetzt ein Einkaufskette eben viele Kunden hat auf ihren Parkplätzen dann werden vermutlich auch die Gewinne und Umsätze steigend.

00:12:44: Aber das ist so ein schönes Beispiel was aus meiner Sicht so ein bisschen in das Feld der Mythen gehört Weil dass eben zumindest beim Stockpicking also bei der Auswahl von Einzelzitteln Das ist ja eigentlich nur nützlich für die wenigen Aktien die etwas mit Retail zu tun haben.

00:12:59: Ja, sie haben aber auf den Aktienmärkten Tausende von Aktien und nur ganz wenige sind im Grunde genommen von diesen Parkplatzdaten abhängig.

00:13:07: Das wäre so ein Beispiel für eine Anwendung.

00:13:10: ja die hat einen Nutzen Aber der Nutzen ist vielleicht relativ gering Und vielleicht sollte mich da auch andere Dinge fokussieren.

00:13:18: Wie wars denn früher des Four Managers?

00:13:21: Des Asset Managers?

00:13:22: lesen lesen Lesen quasi?

00:13:25: auch jetzt bringt die KI sozusagen die Daten Rhein?

00:13:30: Lass uns mal diskutieren.

00:13:31: Mehr Daten ist das mehr Klarheit, also bringen mehr Daten automatisch mehr Klarkeit und entsteht am Ende sogar mehr Nebel-Jartensphonen mit Farben weil einfach Unternehmen ihre Texte selbst mit KI glätten oder alle Geschäftsbereiche eigentlich irgendwie ähnlich ausschauen.

00:13:46: Es sollte mir Sicherheit passieren.

00:13:48: Die KI wird ja nicht nur von den Analysten und von den Essenten eingesetzt, sondern auch von der Gegenseite sozusagen.

00:13:54: Und ich glaube es würde stichlich beides passieren.

00:13:56: man wird eine höhere Transparenz haben also mehr Klarheit haben auf der anderen Seite aber auch weniger Klarheit weil eben ist auch viel einfacher zum Beispiel wird Dinge zu verstecken.

00:14:06: Ich kann natürlich die KI auch instruieren meine Risiken die ich theoretisch offen legen muss im Geschäftsbericht geschickt zu verklausulieren, das kann sie natürlich auch und dann werden Sie unter Umständen weniger transparent.

00:14:20: Also es wird so von beiden Seiten ein Wettbewerb geben.

00:14:24: Und letzten Endes ist das eine komparative Geschichte.

00:14:29: Ja wie verändert das jetzt?

00:14:31: Die Arbeit wird Personal eingespart.

00:14:34: also wenn KI so viel Arbeit übernimmt, liegt da die nächste Frage eigentlich nahe braucht so einen Asset Management Team.

00:14:40: vielleicht künftig Statt acht Leute nur noch fünf, dann drei und irgendwann gar kein Four-Manager mehr.

00:14:47: Also was mit Sicherheit passieren wird ist das insbesondere Junior Positionen.

00:14:51: also die haben ja typischerweise sowohl bei Investmentbanken wie auch bei Asset Managers so etwas wie ein Junior Analyst der eben schlichtweg Informationen zusammenträgt und mal aufbereitet.

00:15:02: Sowas wird wegfallen, es werden auch viele operative Prozesse wie Kapitalmaßnahmen, Formbuchhaltung und so was.

00:15:08: Da wird viel weniger Personal geben.

00:15:10: Ich glaube aber eigentlich nicht dass zum einen die tatsächlich Anlageentscheiden wegfällt Aber zum anderen glaube ich eben auch nicht Dass das Ganze dadurch so viel effizienter wird weil Es ist natürlich auch ein großer Anreiz da mehr zu produzieren.

00:15:25: Also ich sage immer, dass es immer so ein bisschen ähnlich wie als Excel eingeführt wurde oder PowerPoint eingeführte im Büroalltag.

00:15:32: Man hat ja dann schlichtweg angefangen hunderte von Präsentationen zu machen statt nur einer und dann war der letztendlich der Effizienzgewinn doch relativ gering oder relativ wenig.

00:15:43: Und das kann ich mir durchaus vorstellen, dass das auch am ersten Menschen mit passiert, also nicht die Dienstleistung an sich effizienter wird für den Kunden sondern dass man eben versuchen wird mehr Informationen, mehr Outperforms zu generieren und dann steigt der Aufwand ja auch wieder an.

00:15:58: Ja!

00:15:59: Ist es nicht trotzdem deine Nachwuchsprobleme?

00:16:01: Sagen Sie, Sie würden jetzt Ihre Mannschaft von zehn auf fünf reduzieren, dann brauchen sie ja auch weniger Junior-Analysten.

00:16:08: also jetzt kommt einiges Widerspruch.

00:16:09: wenn KI Junior Analysten ersetzen, woher kommen denn in zehn Jahren die Senioranalysten?

00:16:14: Das ist in der Tat ein großes Problem.

00:16:16: Ich denke, Unternehmen müssen sich kompletten neue Strategien überlegen wie sie letztendlich ihre Nachwuchsplanung gestalten.

00:16:24: Sie können ja schlecht den neu eingestellten Mitarbeiter schon in die finale Anlageentscheidung setzen.

00:16:29: Die können auf der anderen Seite nicht komplett darauf verzichten nach Wuchs und Bord zu nehmen.

00:16:33: Und die hoffen dass das andere Unternehmen für sie machen es glaube ich auch nicht besonders erfolgreich versprechen.

00:16:39: Also da sind in der Tarte komplett neue Strategie befragt und auch sehr wichtig.

00:16:43: Man kann ja nicht dauerhaft Erfahrung sparen und später warten, dass die Erfahrungen irgendwie vom Himmel fällt.

00:16:47: Das ist

00:16:48: schwierig!

00:16:49: Also es gibt einen Anpassungsdruck sozusagen.

00:16:52: also was muss ein Assetmanager künftig können um nicht abgehängt zu werden?

00:16:56: Reicht Finanzwissen noch oder wird prompting Datenverständnis- und KI Kontrolle zur Pflichtausstattung?

00:17:02: Also definitiv ist es selbstverständlich so das man lernen muss mit der Technologie umzugehen.

00:17:08: Prompting ist da ein Teil aber weiß Gott nicht der einzige Teil.

00:17:12: Ich glaube, eine ganz große Herausforderung ist.

00:17:15: sie sind ja als Form Manager letztendlich verantwortlich für jede Anlageentscheidung.

00:17:21: Wenn Sie jetzt Teile davon und sei es auch nur die Informationsbeschaffung delegieren dann müssen Sie ja trotzdem die Übersicht behalten und die Kontrolle behalten.

00:17:30: Sie müssen also sicherstellen dass das was dort analysiert wird auch richtig ist und Sie müssen es auch erklären können.

00:17:36: Also schlichtweg diese Supervisory Funktion.

00:17:39: Da wird man sich massiv Kompetenzen aneignen müssen, um hier sicherzustellen dass man noch im, man sagt auf Englisch das Schöne im Driver Seat bleibt.

00:17:47: Im Driver Seats!

00:17:48: Wir ziehen in die Schlussfolgerung wenn Sie jetzt diesen Podcasts auf wenige Sätze verdichten müssten was ist die wichtigste Botschaft für Assetmanager und Anleger?

00:17:57: Ich würde sagen die wichtigeste Botschaft ist wir sollten uns sehr intensiv mit der Technologie auseinandersetzen.

00:18:03: also Verweigerungen bringt da nichts.

00:18:05: ja es wird kommen Und es wird auch unseren Arbeitsalltag massiv verändern.

00:18:09: Insofern, go for it kann ich noch raten!

00:18:12: Go For It Ja.

00:18:14: und wie ist das mit der Performance?

00:18:15: Früher gab's ja die Geschichte mit den Affen in der Datenschreib.

00:18:18: Ich weiß gar nicht ob es das noch gibt.

00:18:19: Also da war er so ein Affe.

00:18:20: Da musst du einen Pfeil schmeißen.

00:18:22: Dann hatte irgendwelche Aktien kaufen verkaufen dürfte.

00:18:25: Das war eine Geschichte von The Wall Street Journal.

00:18:27: Und dann der Vergleich AFFE vs.

00:18:29: Foremanager.

00:18:30: Der Affe von früher hat den Datpfeil.

00:18:32: Die KI von heute hat Daten.

00:18:34: Am Ende muss natürlich immer noch eine Investment-Entscheidung getroffen werden.

00:18:39: Gibt es einen Vergleich Mensch versus KI?

00:18:42: Ich glaube, der wird gar nicht so anders ausfallen und das liegt schlichtweg an einem Grundstruktur, dem Grundproblem.

00:18:49: Kapitalmärkte was sie genannt haben ist ja im Grunde genommen ein Kommissar Zufall und es ist eben außer auch nicht schwierig den Zufalt zu schlagen.

00:18:57: also selbst die allerbesten Formmanager wenn man das jetzt so in Trefferwahrscheinlichkeiten ausdrückt, die erreichen eben nicht viel mehr als vielleicht so zweiundfünfzig dreiundfünftig Prozent Treffer-Wahrscheinlichkeit.

00:19:09: Das ist außerordentlich niedrig und das wird auch für die KI nicht viel einfacher werden.

00:19:14: Das liegt ganz banal daran dass ja schon unglaublich viele Menschen und auch unglaublich Viele KI Systeme sich genauer an dem Problem versuchen.

00:19:24: Und es also ein unglaublich hoher Wettbewerbsdruck Und deswegen wird man eben nicht viel besser als dafür sein.

00:19:29: Aber es reicht eben auch schon ein klein bisschen besser zusammen.

00:19:32: Ja, also die Maschine kann rechnen, Lesens sortieren, erklären, einordnen.

00:19:40: Verantwortung für Trauenschaften muss eigentlich weit hinterm Mensch.

00:19:43: Absolut!

00:19:43: Ich würde sagen das ist im Grunde genommen ähnlich wie in anderen Branchen auch ständig vor Medizin.

00:19:48: natürlich kann man schon viele Diagnosen auch heute schon.

00:19:51: Es wird viel besser werden noch mit KI machen.

00:19:54: Dennoch wollen Sie ein vertraulisches Gespräch mit Ihrem Arzt führen, diese Funktion ist mal völlig unabhängig von der Analyse und der Anlageentscheidung.

00:20:03: Diese Funktion glaube ich ist sehr schwer zu ersetzen und glaube auch nicht dass das in den nächsten paar Jahren passieren wird.

00:20:09: Herr Kieselstein danke für die KI.

00:20:12: Einblicke im Asset Management Danke!

00:20:15: Dankeschön.

00:20:15: gerne auf Wiedersehen.

00:20:22: Das war Generation Data von Chronium Asset Management.

00:20:26: Abonnieren Sie uns und bleiben sie Datenbasiert.

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